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Foto-Handys im Freibad

Derzeit erreichen die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB), Essen, vermehrt Anfragen von Medien und auch Betreibern zum Umgang von Foto-Handys in Freibädern. Die zunehmende Technisierung / Digitalisierung der Badegäste stellt die Badbetreiber vor allem in Freibädern vor Herausforderungen.

Auch wenn manche Betreiber generelle Fotografier- oder gar Handynutzungsverbote für alle Besucher diskutieren, sollten diese Verbote aus mehreren Gründen immer die Ausnahme darstellen: Zum einen sind die generellen Verbote in einem gut besuchten Freibad vom Badpersonal mit vertretbarem Aufwand nicht vollständig kontrollierbar (Taschenkontrollen, Abkleben der Fotolinsen), zum anderen kann die bloße Ankündigung eines solchen Verbotes zu erheblichen Einbrüchen bei den Besuchszahlen führen.

Um das regelwidrige Fotografieren im Freibad zu unterbinden, empfiehlt die DGfdB, den in der Arbeitsunterlage DGfdB A 8 „Muster einer Haus- und Badeordnung“ aufgeführten Passus – „Das Fotografieren und Filmen fremder Personen und Gruppen ohne deren Einwilligung ist nicht gestattet“ (§ 5 Abs. 6) – in die eigene Haus- und Badeordnung zu übernehmen. So hat das Badpersonal die Möglichkeit, Beschwerden von Badegästen nachzugehen und Verstöße gegen diese Regel zu ahnden – mit Verweisen oder gar Hausverboten. Diese Schritte sind schon deshalb gerechtfertigt, da das verbotene Fotografieren einen schweren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen darstellt.

Weigert sich ein Besucher trotz eines Verweises, das Bad zu verlassen, oder betritt er das Bad trotz Hausverbots erneut, liegt der Tatbestand des Hausfriedensbruchs im Sinne des § 123 des Strafgesetzbuches (StGB) vor. Der Badbetreiber kann dann Strafantrag stellen und den Besucher von der Polizei vom Gelände entfernen lassen. Dieses Vorgehen ist auch wegen seiner abschreckenden Wirkung zu empfehlen.

Auch wenn der Besucher in der Regel mit dem Erwerb der Eintrittskarte die Vorgaben der Haus- und Badeordnung akzeptiert, könnte es beim Thema „Fotos im Freibad“ sinnvoll sein, die Badegäste mit einem speziellen Hinweisschild (ggf. mehrsprachig) auf das Fotografierverbot in der Haus- und Badeordnung ausdrücklich hinzuweisen – auch um damit deutlich zu machen, dass ein Verstoß gegen das Fotografierverbot in diesem Bad sehr ernst genommen wird.

Die Druckvorlage eines solchen zusätzlichen Informationsschildes zum Fotografierverbot stellen wir Ihnen hier kostenlos zur Verfügung.

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