Bademeister war gestern!  
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Deutsche Gesellschaft
für das Badewesen e.V.
Haumannplatz 4
45130 Essen
www.baederportal.com
Impressum


1.

Fachangestellte/r für Bäderbetriebe – was ist das überhaupt?
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2.

Welche Voraussetzungen muss ich haben, damit ich FAfB werden kann?
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3.

Wo mache ich diese Ausbildung und wie lange dauert sie?
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4.

Was sind die genauen Inhalte meiner Ausbildung, was lerne ich?
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5.

Wie sind meine Arbeitsbedingungen?
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6.

Wie sind meine Arbeitszeiten?
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7.

Was verdiene ich in der Ausbildung?
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8.

Welche beruflichen Aufstiegschancen habe ich und wie kann ich mich weiterbilden?
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1.



Fachangestellte/r für Bäderbetriebe – was ist das überhaupt?

Das Berufsbild „Fachangestellte/r für Bäderbetriebe” hat sich über viele Jahre entwickelt. In der jetzigen Form ist es seit 1997 durch eine entsprechende Verordnung mit einer dreijährigen Ausbildungsdauer geregelt.

Der Bademeister von gestern ist out!
Als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe bist du heute Spezialist:

Du sorgst für die Sicherheit der Badegäste, d.h., du beaufsichtigst sie in den verschiedenen Badeeinrichtungen. Du betreust Kurse und Gruppen, erteilst Schwimmunterricht, bist „Erste-Hilfe-Manager” und wichtig: Notfalls Lebensretter! Organisation und Event sind für dich keine Fremdwörter. Als Fachangestellte/r überwachst du die technischen Anlagen, machst Wasseranalysen und pflegst die bäder- und freizeittechnischen Anlagen. Dabei arbeitest du mit Chemikalien und Gefahrstoffen, sorgst für Arbeitssicherheit und Umweltschutz. Außerdem bist du für Verwaltungsaufgaben und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
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2.

Welche Voraussetzungen muss ich haben, damit ich FAB werden kann?

Rechtlich gesehen ist es so, dass nach dem Berufsausbildungsgesetz keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben ist. Es gibt auch kein bestimmtes Mindest- oder Höchstalter. Um den Beruf erlernen und ausüben zu können, musst du aber schon bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Eine abgeschlossene Schulbildung (Hauptschule, Realschule, Abitur) ist sicher von Vorteil.

Als Fachangestellte/r musst du zwar keine wirklich schweren körperlichen Arbeiten verrichten, denn dir stehen viele technische Hilfsmittel zur Verfügung. Aber: Fit und wasserfest solltest du schon sein. Körpergewandtheit ist ebenso wie ein gutes Seh- und Hörvermögen wichtig. Dein Kreislauf muss belastbar sein (Schwimmen und Tauchen) und eine gesunde Haut ist auch von Vorteil. Außerdem solltest du keine Abneigung im Umgang mit Chemikalien haben.

In Bädern kann es schon mal hoch hergehen: Die Becken sind voll, es wird gespritzt, geplanscht, getobt und es ist ordentlich laut. Nicht jeder Badegast hält sich an die Regeln! Als Fachangestellte/r muss man cool bleiben, den Überblick behalten und Durchsetzungsvermögen beweisen.
Kurzum: Kontaktfähigkeit und Einfühlungsvermögen sind genauso wichtig wie Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit.
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3.

Wo mache ich diese Ausbildung und wie lange dauert sie?

Die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe kannst du in Bädern machen, die ausbilden und dafür Plätze zur Verfügung stellen, in erster Linie in öffentlichen Hallen-, Frei-, und Kombibädern, aber auch in privaten Freizeit- und Spaßbädern. Die Ausbildung erfolgt dual, d.h., im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule und dauert 3 Jahre. In der Mitte des 2. Ausbildungsjahres machst du eine Zwischenprüfung und nach dem 3. Ausbildungsjahr eine Abschlussprüfung. Details hierzu findest du in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe vom 26.03.1997.
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4.

Was sind die genauen Inhalte meiner Ausbildung, was lerne ich?

Wie schon eingangs gesagt:

Als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe bist du „Allrounder“ und Mitglied eines Teams! Hier die wichtigsten Inhalte der praktischen Ausbildung im Betrieb und des theoretischen Unterrichts in der Berufsschule:

In der Praxis lernst du:


Welche Gefahren beim Badebetrieb im Beckenbereich auftreten.
Wie man den Badebetrieb beaufsichtigt.
Wie man bedrohliche Situationen erkennt und die Übersicht behält.
Wie man Verunglückte versorgt und Ertrinkende rettet.
Welche Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen.
Was bei der Planung und Organisation des Aufsichtsdienstes zu berücksichtigen ist.
Welche Stilarten es beim Schwimmen gibt und wie man sie ausführt.
Worauf man beim Strecken- und Tieftauchen achten muss.
Wie man von den Besuchern gewünschte Spiel- und Sportarrangements ermittelt und anbietet, Events plant und durchführt.
Wie man Schwimmunterricht für verschiedene Personen- und Altersgruppen gestaltet.
Worauf beim Entnehmen von Wasserproben zu achten ist.
Wie man Messgeräte zur Überwachung der Wasserqualität handhabt und pflegt.
Welche Desinfektions- und Reinigungsmittel in Bädern eingesetzt werden.
Wie die technischen Anlagen (Wasserumwälzpumpen, Chlorungsanlagen usw.) funktionieren.
Was man bei der Pflege und Wartung der Innen- und Außenanlagen beachten muss.
Welche Verwaltungsarbeiten in Bädern anfallen und wie man sie ausführt.
Wie man Werbemaßnahmen durchführt.
Was Öffentlichkeitsarbeit ist

In der Berufsschule erwirbst du grundlegende Kenntnisse auf wichtigen Gebieten:

Wasser
Bäderarten, Bäderbau und Bädertechnik
Gesundheitslehre und Schwimmlehre
Dienst-, Verwaltungs- und Vertragsrecht für Bäderbetriebe
Organisation von Bädern und Grundlagen wirtschaftlicher Betriebsführung
Besucherbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit
Hilfeleistung bei Notfällen
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5.

Wie sind meine Arbeitsbedingungen?

Ganz ehrlich: Als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe solltest du kein Warmduscher sein! In Schwimmhallen herrscht hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme, mit Nässe kommst du ständig in Kontakt, z.B. bei der Reinigung des Beckens und der Duschen.
In Freibädern bist du der jeweiligen Witterung ausgesetzt, ob am Beckenrand oder bei der Pflege der Außenanlagen. Ob Hitze oder Regen, deine Arbeit erfordert hohe Aufmerksamkeit und ordentliches Zupacken. Du gehst mit Desinfektions- und Reinigungsmitteln um, die chemische Gase und Dämpfe entwickeln können. Auch hier ist – trotz Schutzkleidung – Konzentration wichtig. Wenn Hochbetrieb in den Bädern herrscht wird es oft laut: Dabei kommt es sicher vor, dass du die eine oder andere Konfliktsituation entschärfen musst, damit ist deine soziale Kompetenz gefragt.
Aber: Dein/e Ausbilder/in stehen dir zur Seite und bringen dir alles Notwendige bei. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.
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6.

Wie sind meine Arbeitszeiten?

Die Ausbildung in den Bäderbetrieben findet tagsüber, zu den üblichen Arbeitszeiten statt, die sich oftmals nach den jeweiligen Öffnungszeiten der Bäder richten. Oft wird auch am Wochenende und an Feiertagen gearbeitet. Den Unterricht in der Berufsschule gibt es oft „am Stück”, d.h. im Blockunterricht.
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7.

Was verdiene ich in der Ausbildung und danach?

Als Azubi bekommst du eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe tarifvertraglich festgelegt wird. Durchschnittlich sind dies nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zurzeit folgende Beträge:

 Bereich Öffentlicher Dienst  

1. Ausbildungsjahr

853,26 EUR
2. Ausbildungsjahr 903,20 EUR
3. Ausbildungsjahr 949,02 EUR













Wenn du deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast und Fachangestellte/r für Bäderbetriebe bist, ist das was du verdienst, oft von verschiedenen Faktoren wie den jeweiligen Arbeits- und Qualitätsanforderungen in den einzelnen Betrieben abhängig. Berücksichtigt werden auch Berufserfahrung und Lebensalter. Deshalb kann man hier keine verbindlichen Angaben machen. Als Orientierung: Eine tarifliche Bruttogrundvergütung liegt zum Beispiel bei rd. 2.000,00 EUR im Monat.
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8.

Welche beruflichen Aufstiegschancen habe ich und wie kann ich mich weiterbilden?

Als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe ist dein Horizont weit:
Du kannst in den verschiedensten Badeeinrichtungen arbeiten: Öffentliche oder private Hallen-, Frei-, Kombi-, See- und Strandbäder ebenso wie in Freizeit- und Spaßbädern, Thermalbädern, Kurbädern oder medizinischen Badeeinrichtungen von Krankenhäusern und Rehabilitationsstätten. Bedeutet: Welches Wissen und welche Fähigkeiten erworben werden, hängt vor allem von den eigenen Interessen und Zielen sowie vom Arbeitsplatz ab.

Weil man ja nie auslernt und weiterkommen will, bieten sich folgende Möglichkeiten an:

Fachspezifische Lehrgänge
Geprüfter Meister/in für Bäderbetriebe
Wellnessberater/in
Animateur/in
Fachwirt/in für Sport

Wenn du eine Hochschulzugangsberechtigung hast, ist auch ein Studium (Sportpädagogik oder Sportökonomie) denkbar.

Alles in allem beste Aussichten.
Klar ist: Je besser du aus- und fortgebildet bist, desto besser sind deine Chancen!
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