Immer knapper werdende finanzielle Mittel der Städte und Kommunen reduzieren den Wert eines öffentlichen Bades nicht selten auf seinen rein betriebswirtschaftlichen Erfolg. Dem möchte der „Public Value“ ... eine möglichst breite „gesellschaftliche Wertschöpfung“ entgegensetzen, die das Bad als öffentliche Einrichtung für das Gemeinwohl leistet.

 

Der Public Value Award würdigt herausragende Leistungen nach einem mehrdimensionalen Kriterienkatalog, der sich in ihrer Intension als „Aktivsein für die ganze Gesellschaft“, so der Untertitel des Preises, zusammenfassen lässt.

 

Die Preisträger

Das Hallenbad OTeBad im Bremer Stadtteil Osterholz-Tenever erhält einen Preis für sein bemerkenswertes bürgerschaftliches Engagement und die vorbildliche Vernetzung im Stadtteil, was letztlich die Schließung des Bades verhindert hat. Als Public Value Manager wurde der zuständige Badleiter Uwe Käsebier, übrigens ausgebildeter Sozialarbeiter, der Bremer Bäder beglückwünscht.

 

Preiswürdig waren für die Jury ebenso die hoch integrative Betriebspolitik und der moderate Eingriff der Stadt bei der Neustrukturierung der Schwimmhalle am Helene-Weigel-Platz in dem sozial schwachen Berliner Stadtteil Marzahn. Für das Hallenbad in Berlin-Marzahn nahmen Badleiter Detlef Dille und der für das Kursprogramm verantwortliche Burghard Menke der Berliner Bäder Betriebe die Skulptur und die Urkunde in Empfang.

 

Während die beiden Bäder in Bremen und Berlin, wenn auch durch sehr unterschiedliche Ansätze, vor allem auf der ethischen und sozialen Ebene Vorbildliches für das Gemeinwohl im lokalen Umfeld leisten, zeichnete die Jury mit dem dritten Preisträger einen weiteren Zugang zum Betreiben eines Bades mit der Absicht einer breiten gesellschaftlichen Wertschöpfung aus.

 

Das Freizeitbad Fildorado in Filderstadt bei Stuttgart erhielt aufgrund des realisierten Miteinanders von Daseinsvorsorge und einem finanziell ertragreichen Geschäftsmodell ebenfalls einen Public Value Award. Den Preis nahmen der ehemalige und der neue Geschäftsführer, Wolfgang Hermle und Norbert Sauer, im Empfang.

 

Die Begründungen der Jury für die einzelnen Preisträger finden Sie hier:

 

Jury-Begründung OTe-Bad, Bremen

 

Jury-Begründung SH Helene-Weigel-Platz, Berlin

 

Jury-Begründung Fildorado, Filderstadt