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Aktionsplan „Schwimmen lernen in Nordrhein-Westfalen“

Schwimmen gehört zu den motorischen Basiskompetenzen, spielt eine große Rolle im Hinblick auf gesundheitliche sowie psychosoziale Aspekte und hat letztendlich auch eine lebensrettende Funktion. 

Daher hat sich die Landesregierung NRW – in Anlehnung an den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) zum Schwimmen aus dem Jahre 2017 – zum Ziel gesetzt, dass jedes Kind am Ende der Grundschulzeit, spätestens aber nach der 6. Klasse, sicher schwimmen können soll. Sicher bedeutet eine möglichst angstfreie, zielgerichtete Bewegung ohne Fremdhilfe im schwimmtiefen Wasser.

Vor diesem Hintergrund haben das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Staatskanzlei – Abteilung Sport und Ehrenamt – einen umfangreichen Aktionsplan „Schwimmen lernen in Nordrhein-Westfalen“ erarbeitet, der gemeinsam mit Kommunen, Schwimmsport treibenden Verbänden und Vereinen sowie weiteren Partnern der Zivilgesellschaft umgesetzt und weiterentwickelt wird.

Folgende zehn Maßnahmen sollen bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden:

  1. Anpassung der Lehrpläne: Die Aussagen zum Schwimmen werden in den Lehrplänen für die Grundschule und die Sekundarstufe I an die Empfehlungen der KMK von 2017 angepasst.

  2. Erweiterung des Landesprogramms „NRW kann schwimmen!“: Das Erfolgsprogramm wird in einer neuen Phase ab 2019 weiterentwickelt und auf die Klassenstufen 1 und 2 ausgebaut. Seit dem Start 2009 konnten bereits über 31 000 Kinder ihre Schwimmfähigkeit verbessern.

  3. Einrichtung von kommunalen Schwimmassistenzpools: Bei Bedarf sollen qualifizierte Schwimmassistenten die Lehrkräfte beim Schulschwimmunterricht unterstützen, um eine noch bessere Einzel-Förderung möglich zu machen. Für den Aufbau von entsprechenden „Schwimmassistenzpools“ werden interessierten Kommunen, Verbänden und Vereinen, die mit Kommunen kooperieren, finanzielle Hilfen zur Verfügung gestellt.

  4. Ausbau der Angebote zur Fort- und Weiterbildung: Praxisnahe Fortbildungsmaßnahmen zum Anfängerschwimmen für Lehrkräfte aus Grund- und Förderschulen werden künftig auch für Sek-I-Lehrkräfte angeboten werden.

  5. Durchführung einer „Woche des Schulschwimmens“: Um das Schwimmen über den Unterricht hinaus intensiv zu fördern, soll es sog. Schulschwimmwochen geben. Ein Pilotprojekt findet vor den Sommerferien 2019 in Essen statt.

  6. Durchführung einer Imagekampagne zum Schwimmenlernen: Um die Bedeutung des Schwimmens stärker ins Bewusstsein aller gesellschaftlichen Gruppen zu bringen, erarbeiten die Landesregierung, kommunale Spitzenverbände, Schwimmsport treibende Verbänden und der Landessportbund gemeinsam eine Imagekampagne.

  7. Austausch mit den Badbetreibern: Um vorhandene Wasserflächen zu erhalten und Wasserzeiten effizient für das Schulschwimmen zu nutzen, steht die Landesregierung im direkten Kontakt zu Badbetreibern.

  8. Durchführung eines Schwimm-Kongresses: 2021 wird ein Kongress „Schwimmen lernen in NRW“ stattfinden, bei dem u. a. erste Ergebnisse der Maßnahmen des Aktionsplanes vorgestellt und weitere Ideen entwickelt werden.

  9. Auszeichnung von Beispielen guter Praxis aus Kommunen, Verbänden und Vereinen: Im Rahmen des Kongresses sollen Initiativen für ihre gelungene und nachhaltige Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen im Hinblick auf das Schwimmen geehrt werden.

  10. Evaluation: NRW wird 2022 erstmals die Schwimmleistungen der Kinder nach der Grundschule erheben. Dabei sollen ebenfalls eventuell bestehende Hindernisse zur Durchführung des Unterrichts abgefragt werden.

Weitere Informationen zum Anlass des Aktionsplans und seinen Zielen sowie nähere Informationen zu den einzelnen Maßnahmen finden Sie auf der Website des nordrhein-westfälischen Schulministeriums.

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