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Die ersten Ergebnisse der DGfdB-Freibadbefragung 2020

Anfang September hatten wir unsere Freibadbefragung 2020 gestartet und da wir den Teilnahmezeitraum bewusst knapp gehalten haben, liegen nun bereits erste Ergebnisse vor, die an angesichts der außergewöhnlichen „Corona-Saison“ 2020 sicherlich mit Spannung erwartet werden. Eine ausführliche Auswertung der erhobenen Daten folgt demnächst.

Beitrag aktualisiert am 21. September 2020.

1.    Organisatorische Umsetzung: Ticketverkauf
Ein ganz zentraler Punkt der Befragung war: Wie wurden die Anforderungen an den Betrieb der Freibäder organisatorisch erfüllt? Die Beschränkung der Besuchszahlen erforderte einige Maßnahmen. Etwa 50 % der Freibäder haben in der Freibadsaison 2020 Tickets für begrenzte Zeitabschnitte (Zeitfenster, Slots) verkauft. An den Kassen der Freibäder sollten persönliche Kontakte nach Möglichkeit vermieden werden, deshalb haben 18 % ihre Tickets online verkauft, 23 % wählten eine kombinierte Lösung aus Online- und Vor-Ort-Verkauf. Bei den Online-Verkäufen war der Webshop in 77 % der Fälle die bevorzugte Lösung, 14 % verkauften Tickets über eine Smartphone-App.

2.    Einfluss der Corona-Pandemie: Öffnungszeiten und Besucherzahl
Eine weitere Frage drängt sich natürlich auf: Welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf die Öffnungszeiten und Besucherzahlen in diesem Jahr? Im Durchschnitt machten die Freibäder etwa einen Monat später auf als geplant, die meisten waren aber Mitte Juni in Betrieb. Daraus ergibt sich bei den Betriebstagen  ein Minus von 28,6 %. Deutlicher fiel der Rückgang bei den Besucherzahlen aus: 51,2 % weniger Besuche gab es als im Jahr 2019. Entsprechend erwarten 68 % der Bäderbetriebe einen höheren Zuschuss als im vergangenen Jahr.

Für eine realistische Bewertung dieser Entwicklung können die Daten des Kennzahlenvergleichs 2019 hilfreich sein. Allerdings können hier nicht die absoluten Besucherzahlen und die Zahl der Betriebstage verglichen werden, da die Freibadbefragung 2020 nicht die gesamte Saison erfasst. Aber man kann die Rückgänge der Besucherzahlen gegenüber dem vergangenen Jahr auch relativ darstellen – als Besuche je Betriebstag – wodurch die Vergleichbarkeit besser gegeben ist. Danach ergibt sich folgendes Bild: Im Jahr 2019 gab es 347 Besuche je Betriebstag, diese Zahl ist in 2020 auf 264 zurückgegangen. Dies ist ein Rückgang von 23,9 %, die Differenz zum zuvor beschriebenen Besucherrückgang von 51,2 % ist also zum großen Teil auf die spätere Eröffnung der Freibadsaison zurückzuführen. Im Umkehrschluss macht dieses Ergebnis auch Mut für die kommende Saison. Wenn diese im nächsten Jahr pünktlich Anfang Mai eröffnet wird, dürfte ein Rückgang von etwa einem Viertel der Besucher gegenüber 2019 wahrscheinlich sein.

3.    Wie geht es 2021 weiter?
Die Frage, ob sie das Bad in der Saison 2021 unter ähnlichen Bedingungen auch wieder öffnen würden, war eine ganz zentrale an die Badbetreiber in der aktuellen Erhebung – und das Ergebnis ist sehr ermutigend: 84 % der Freibäder sollen unter ähnlichen Bedingungen auch im nächsten Jahr öffnen, 12 % immerhin teilweise.

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