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Ergebnisse der DGfdB-Freibadbefragung 2018: „Mittelmeer“-Wetter sorgt für 56 % mehr Besuche

Foto: Pixabay.com/Hans Martin Paul

Viel Sonne und wenig Niederschlag – in diesem Sommer herrschte in Deutschland ein Wetter, das man sonst nur aus südlichen Urlaubsländern kennt. Für die Natur eine enorme Belastung, für die Betreiber der Freibäder ein Grund zur Freude: Sie können einen Zuwachs von knapp 56 % Besuchen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Das ergab die 16. Freibadbefragung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB), Essen, an der sich in diesem Jahr 296 Bäder beteiligten.

3. Mai bis 10. September: die durchschnitliche Freibadsaison

Besonders eilig mit der Saisoneröffnung 2018 hatten es die Berliner Freibäder: Sie starteten im Durchschnitt bereits am 3. Mai. Am längsten Zeit – nämlich bis zum 23. Mai – ließen sich die Bäder in Sachsen-Anhalt. Als bundesweit durchschnittlicher Öffnungstermin ergibt sich der 11. Mai. Allerdings handelt es sich bei den Daten um gestutzte Mittelwerte, bei denen jeweils die oberen und unteren 20 % der Werte gestrichen wurden. So gab es vereinzelt durchaus Freibäder, die bereits in der letzten Aprilwoche öffneten. Die DGfdB hatte in ihrer Befragung ebenfalls den Termin für das geplante Saisonende abgefragt. Als bundesweit durchschnittlicher Schließungstermin hat sich der 10. September ergeben.

115 Betriebstage und 61.118 Gesamtbesuche – sogar ohne den September

Obwohl die Umfrage diesmal nur den Zeitraum bis einschließlich August abgedeckt hat, gibt es sogar in der vergleichsweise etwas kürzeren Zeitspanne ein sattes Plus an Besuchen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen: An den bundesdurchschnittlich 115 Betriebstagen kam es zu 61.188 Besuchen pro Freibad. 2017 waren es 41.316 Besuche an 112 Betriebstagen. Etwa zehn weitere Betriebstage und entsprechend mehr Besuche kämen aus dem September noch hinzu und würden die ohnehin schon eindrucksvolle Gesamtzahl von 142 Mio. Besuchen in allen Freibädern (hochgerechnet mit der im Bäderatlas der DGfdB gelisteten Zahl von 2.326 Freibädern) noch erhöhen.  

Schaut man sich die Besuche je Betriebstag an, kommt man in diesem Jahr auf 526, während es 2017 nur 364 Besuche pro Betriebstag waren.  

Deutliche Unterschiede vor allem im Norden

Die größte Abweichung der Besuche 2017 auf 2018 lässt sich mit 98,66 % im Postleitzahlengebiet 2 (u. a. Schleswig-Holstein, Hamburg) feststellen. Ein Blick auf die Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigt schnell, woran das liegt: Obwohl Schleswig-Holstein mit einer durchschnittlichen Sommertemperatur von 18,4° C das insg. kühlste Bundesland war, ist der Wert dennoch wesentlich besser als der vieljährige Mittelwert von 15,8° C. Außerdem lag die Niederschlagsmenge mit 115 l/m² deutlich unter dem Soll von 222 l/m² und die Sonnenscheindauer mit 759 statt 645 Stunden deutlich darüber. In Hamburg verfehlt man sogar mit 19,2 ° C nur ganz knapp den Temperaturrekord aus dem „Jahrhundertsommer 2013“. Das starke Nord-Süd-Gefälle, das 2017 zu verzeichnen war, gab es 2018 nicht und somit sind auch die Besuchszahlen bundesweit etwas ausgeglichener.

Die DGfdB bedankt sich bei allen Teilnehmern der diesjährigen Freibadbefragung und wird ihnen die detaillierte Auswertung der Ergebnisse demnächst zur Verfügung stellen.

Frankfurt a. M.

14. März 2019

Berlin

20./21. März 2019

Dresden

26./27. März 2019

Frankfurt a. M.

28. März 2019

Hamburg

3./4. April 2019

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