baederportal.com

Passwort vergessen?

Frag doch mal die Maus!

Bild: WDR/Trickstudio Lutterbeck

Genau das hat die kleine „Die Sendung mit der Maus“-Zuschauerin Frida gemacht und sich mit ihrer „Schwimmbad“-Frage vertrauensvoll an das WDR-Team gewandt, das wiederum Hilfe bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB), Essen, suchte.

Konkret wollte Frida wissen, „wer diese Regeln am See oder im Schwimmbad macht. Es geht um die Regel, die besagt, dass Nichtschwimmer nicht in den Schwimmer-Bereich dürfen – selbst wenn ihre Eltern dabei sind und sie eine Rettungsweste, ein ‚Schlori‘ oder Schwimmflügel anhaben.“

Ein DGfdB-Mitarbeiter – selbst großer „Maus“-Fan – nahm sich der Aufgabe gern an und formulierte folgende Antwort, die so auch an die Zuschauerin weitergeleitet wurde:

„Liebes Maus-Team,

wir freuen uns, dass eine kleine Zuschauerin sich so für die Abläufe in einem Schwimmbad interessiert und ich will einmal versuchen, das Ganze entsprechend zu erklären.

In jedem Schwimmbad gibt es eine Haus- und Badeordnung und die ist ganz wichtig. Die Besucher des Bades müssen Regeln einhalten, damit sie selbst – aber auch alle anderen – sicher sind. Diese Haus- und Badeordnung macht jeder Schwimmbadbetreiber selbst, einfach weil jedes Schwimmbad anders ist. Wir als Deutsche Gesellschaft für das Badewesen helfen den Badbetreibern in ganz vielen Dingen, u. a. auch bei der Haus- und Badeordnung. Hier haben wir eine Vorlage mit ganz vielen Vorschlägen, die der Betreiber übernehmen, weglassen oder auch einfach ein bisschen anders schreiben kann. In dieser Vorlage haben wir z. B. geschrieben: ‚Die Benutzung von Sport- und Spielgeräten sowie Schwimmhilfen ist nur mit Zustimmung des Aufsichtspersonals gestattet.‘ Sie sind also nicht grundsätzlich verboten, aber jeder Betreiber kann Schwimmhilfen im Schwimmerbecken untersagen, wenn es die Situation so erfordert.

Warum steht das da so? Der Betreiber ist für die Sicherheit der Besucher verantwortlich und muss seine Regeln so gestalten, dass auch wirklich alle Besucher sicher sind. Die Sicherheit von Kindern liegt ihm natürlich besonders am Herzen. Nun ist es so – wie der Name schon sagt –, dass ein Schwimmerbecken für Menschen ist, die schwimmen können. Schwimmhilfen bieten in Wirklichkeit gar keine Sicherheit. Aus Schwimmflügeln kann man herausrutschen und eine Rettungsweste hilft nicht, wenn bei einer Ohnmacht der Kopf nach vorne fällt und das Gesicht im Wasser ist. Nicht alle Eltern statten ihre Kinder mit hochwertigen Schwimmhilfen aus, diesen Fall muss der Betreiber auch bedenken. Und dann kann eben eine Regel herauskommen, die für jemanden, der eine ganz tolle Rettungsweste anhat, vielleicht übertrieben ist, aber eben doch für alle Kinder das Beste.“

Copyright © 2018 by baederportal.com  - AGB - Widerrufsrecht - Datenschutz - Nutzungsbedingungen - Kontakt - Impressum
Bildnachweis: © Kur- & GästeService Bad Füssing