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Freibad-Knigge: FAQs zur Sommersaison

Momentan erreichen die Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB) wieder vermehrt (Presse-)Anfragen zum Thema "Freibad". Wir haben die häufig gestellten Fragen in einer Freibad-Knigge-Infografik zusammengestellt. Etwas ausführlichere Antworten finden Sie hier noch einmal in Textform:

1.) Gibt es eine grundsätzliche Regel-Verordnung, die für alle Freibäder gilt, oder gilt eine individuelle Hausordnung, die vom Freibad festgelegt wird?
Es gibt eine Muster-Haus-und Badeordnung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB), die als Vorlage für die individuellen Haus- und Badeordnungen in den Bädern verwendet wird.

2.) Welche Rechte hat der Bademeister? Darf er z. B. meinen Ausweis kontrollieren?
Das Badpersonal hat das Hausrecht. Es hat die Aufgabe, die in dem jeweiligen Bad geltende Haus-und Badeordnung durchzusetzen. Dabei müssen u. U. auch die Personalien des Badegastes festgestellt werden, z. B., wenn ein Hausverbot ausgesprochen werden soll. Der Badegast ist allerdings rechtlich nicht dazu verpflichtet, den Personalausweis zu zeigen oder auszuhändigen. Wenn der Badegast sich weigert, wird das Badpersonal je nach Situation entscheiden müssen, ob es die Polizei ruft. Wenn die Polizei gerufen wird, kann der Badegast bis zu deren Eintreffen festgehalten werden.

 

3.) Darf ich im Freibad Alkohol trinken?
Alkohol darf getrunken werden und wird im oft auch am Kiosk angeboten. Wenn jemand sichtbar angetrunken ist, kann er oder sie durch das Personal des Bades verwiesen werden. Das Badpersonal hat jedoch kein Recht, Alkohol wegzunehmen, der ist Eigentum des Badegastes. Insgesamt gilt der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

4.) Ist Duschen vor dem Baden im Becken Pflicht?
Das Duschen vor dem Baden im Becken ist entsprechend der DGfdB-Empfehlung Pflicht. Wenn das Bad diese übernommen hat, muss vor dem Baden geduscht werden. Das Badpersonal kann die Einhaltung überprüfen.

5.) Darf ich im Freibad laut Musik hören?
Im Freibad darf Musik gehört werden, andere Badegäste dürfen nicht belästigt werden.

6.) Darf ich mich im Freibad „oben ohne“ sonnen?
In der Muster-Haus- und Badeordnung der DGfdB ist übliche Badebekleidung vorgegeben. Dabei geht es um Sicherheit und Hygiene. Oben-ohne-Sonnen ist vor diesem Hintergrund grundsätzlich erlaubt. Letztlich muss aber der Badbetreiber entscheiden.

7.) Darf ich große Gummi-Spaßtiere mit ins Becken nehmen?
Das hängt vom Betrieb ab. Wenn das Bad voll ist, sind große Gummitiere verboten, wenn das Bad leer ist, wird das Personal eher einmal große Gummitiere zulassen. Hintergrund ist, dass die Aufsicht und damit die Sicherheit der Badegäste nicht gefährdet werden darf.

8.) Darf ich im Becken tauchen?
Normales Tauchen ist erlaubt, z. B. 15-m-Streckentauchen. Apnoetauchen, d. h., mehrere Minuten ohne Sauerstoff unter Wasser zu bleiben, ist aus Sicherheitsgründen überwiegend nicht erlaubt, kann aber im Einzelfall erlaubt werden. ABC-Tauchen, d. h., mit Schnorchel, Brille und Flossen, ist im Allgemeinen ebenfalls verboten, kann aber bei wenig Betrieb ausnahmsweise erlaubt werden. Besonders die Schnorchel bergen Verletzungsrisiken für andere Badegäste.

9.) Wo darf ich im Freibad essen? Darf ich bspw. ein Eis am Beckenrad verspeisen?
Auf dem Beckenumgang ist der Verzehr von Speisen und Getränken wegen der Verschmutzungsgefahr des Wassers nicht erlaubt. Wenn auf dem Beckenumgang aber z. B. Liegen aufgestellt sind, wird dort u. U. das Eis essen geduldet werden. Leitlinien sollten, wie bei allen Regeln, Rücksicht und Vernunft sein.

10.) Wann darf ich ins Becken springen?
Ich darf überall dort ins Becken springen, wo es freigegeben ist: an den freigegebenen Startblöcken, an den freigegebenen Seiten und von der Sprunganlage. Andere Badegäste dürfen nicht gefährdet werden. Den Anweisungen des Personals ist zu folgen.

11.) Habe ich ein Recht, ungestört zu planschen und meine Bahnen zu ziehen (z. B. wenn ein anderer Schwimmgast neben mir den „Schmetterling“ schwimmt und alle um ihn herum ständig nassspritzt)?
Das Recht im Wasser zu sein, haben alle Badegäste. Wer eine Bahn für sich alleine haben will, muss sich eine anmieten. In der Praxis befinden sich sportliche Schwimmer im Allgemeinen in der Beckenmitte, die anderen halten sich meist am Beckenrand auf. Die Badbetreiber haben mit der Einrichtung von sog. „Powerbahnen“ und „Relaxbahnen“ gute Erfahrungen gemacht, um entsprechende Konflikte zu reduzieren. Im Zweifel entscheidet das Personal.

12.) Gilt eine Strafe, wenn ich meinen Müll liegen lasse?
Die Aufsichtskräfte sind in erster Linie für das Wasser zuständig. Wenn sie bemerken, dass Badegäste ihren Müll liegen lassen, werden sie diese in der Regel zunächst ermahnen und sie auffordern, den Müll in die Mülltonne zu werfen. Durch den Badegast verursachte Verschmutzungen können im Extremfall auf dessen Kosten beseitigt werden.

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