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Was hat Corona mit Nachhaltigkeit zu tun? Themen-Schwerpunkt im AB 01/2021

Screenshot www.umweltbundesamt.de

Quelle: DGfdB-Befragung "Nachhaltigkeit"

Auf den ersten Blick und direkt haben Corona und Nachhaltigkeit erst einmal nichts miteinander zu tun. Aber selten zuvor ist ein Begriff in der öffentlichen Diskussion so präsent gewesen, wie im Jahr 2020 der Begriff der Corona-Pandemie. Alle Lebensbereiche sind davon betroffen: Alltagsmobilität, Ernährung, Konsum, Reisen, Wirtschaft und Naturschutz, und um nur einige zu nennen. „Was bedeutet die Corona-Krise für die Umweltpolitik?“ fragte das Umweltbundesamt am 14. Oktober 2020, und damit verbindet sich natürlich die Hoffnung, dass das Thema Nachhaltigkeit nun endlich auch in Regierungshandeln übersetzt wird, es scheint nun Fahrt aufzunehmen (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/nachhaltigkeit-strategien-internationales/was-bedeutet-die-corona-krise-fuer-die)

Die Diskussion um Nachhaltigkeit ist nicht neu, der DGfdB-Arbeitskreis Energie und Ressourcen hat das Thema bereits 2017 aufgegriffen und seitdem beständig weiterentwickelt. Ein bisschen früh vielleicht, aber nun ist die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen hier gut aufgestellt, wir stehen in den Startlöchern, es gibt interessante Befragungserbnisse und haben sogar die Januar-Ausgabe des AB Archiv des Badewesens diesem Thema gewidmet.

Nachhaltigkeit in Bäderbau und Betrieb – ein Schwerpunktthema für das Jahr 2021

Im Jahr 2017 hatte der AK Energie und Ressourcen eine Umfrage unter den deutschen Badbetreibern gestartet, um herauszufinden, wie es um die Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit bestellt ist. Das Ergebnis sollte Hinweise darauf geben, in welchen Umfang man auf dieses Thema überhaupt „einsteigen“ wolle. Grundsätzlich wurde der Nachhaltigkeit zu diesem Zeitpunkt überwiegend eine hohe Bedeutung beigemessen – genug Motivation, um mit viel Engagement weiterzumachen. Ende 2020 wurde diese Befragung mit den gleichen Fragen wiederholt und die Zustimmung hat sich tatsächlich noch verbessert. Aber eine differenzierte Betrachtung lohnt sich, häufig wird „nachhaltig“ vor allem mit Energieeinsparung verknüpft und bei der Frage, wie viel man für die Nachhaltigkeit denn ausgeben möchte, scheiden sich die Geister ebenfalls. Eine umfassende Auswertung der beiden Befragungen wird es in der Februar-Ausgabe des AB geben.

Nachhaltigkeit geht über die Energieeffizienz natürlich weit hinaus, sie erfordert ein generelles Umdenken in vielen Lebensbereichen. Auf der Konferenz des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: „Und was gibt’s morgen? Strategien für eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung“ am 28. Oktober 2019 beschrieb die renommierte Transformationsforscherin Maja Göpel unter dem Titel „Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft“ eindrücklich die Komplexität der erforderlichen Veränderungsprozesse, machte aber auch deutlich, dass diese Transformation nicht automatisch ein „Zurück in die Steinzeit“ bedeutet, sondern zudem ein Angebot für ein besseres Leben sei (https://www.youtube.com/watch?v=qUJBkiZNHZQ).

Die Bäder können nur einen Teil dieser Komplexität abbilden, aber dennoch einen guten Beitrag leisten. Im AB 01/2021 leitet die DGfdB mit mehreren Artikeln in das Thema ein und setzt damit einen ersten Aufschlag. Prof. Dr. Peter Hennecke, ehemaliger Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, führt ganz allgemein in das Thema ein, und Matthias Tietze von der Technischen Universität Dresden zeigt am Beispiel des Carbonbetons auf, wie sich natürliche Ressourcen und graue Energie einsparen lassen. Michael Weilandt beschreibt, wie das Thema Nachhaltigkeit in der Verbandsarbeit der DGfdB verankert ist, und falls jemand tatsächlich den Stahl im Beton durch eine Carbonbewehrung ersetzen wollte, gibt es eine Markübersicht mit Herstellern der passenden Komponenten.

Zu den Artikeln des AB 01/2021

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