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„Public Value Award für das öffentliche Bad 2020“– Die Gewinner stehen fest!

Über 40 Bewerbungen gab es bei der sechsten Runde des „Public Value Award für das öffentliche Bad“. Im Zentrum der Jury-Arbeit standen die Fragen: Was macht den Gemeinwohlbeitrag des Schwimmbades aus? Was leistet es in den Bereichen Gesundheit, Genuss und Wohlbefinden, Gemeinschaft, Ökologie sowie Wirtschaftlichkeit?

Ansprechpartnerin
Dipl.-Ing. Architektin Konstanze Ziemke
Projektleiterin Public Value Award für das öffentliche Bad
Telefon: 0201 / 8 79 69-17
Fax: 0201 / 8 79 69-20
k.ziemke@baederportal.com

Die Bewerbungsunterlagen zum Nachlesen:

PVA 2020 (PDF, 560 KB)

Kategorie „Hallen-, Kombi- und Freizeitbad“

Foto: QXXQ-Studios, Matthias Eiban, Irlach
Foto: COMCOM Bochum Carsten Köchel

2. Preis:
Plytje, Leer

Zur Jurybegründung

 

 

 

 

Kategorie „Freibad"

Foto: David Knipping/Stadt Friedrichshafen
Foto: Stadtverwaltung Großenhain
Foto: EKO-PLANT GmbH

Medienspiegel 2020

pixabay.com/OpenClipart-Vectors

In den folgenden Medien wurde über den „Public Value Award für das öffentliche Bad 2020“ berichtet:

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Die Jury

Foto: DGfdB/Konstanze Ziemke

Die Beurteilung der Bewerbungen erfolgte durch eine unabhängige Jury, die sich aus neun erfahrenen Experten rund um das öffentliche Bad zusammensetzt. Die zweitägige Sitzung des Preisgerichts fand in Essen statt. Auf dem Bild zu sehen sind (von links): Achim Haag, Rolf Böker, Rainer Lindenberg, Hans-Helmut Schaper, Dr. Martin Lenz, Prof. Dr. Timo Meynhardt (Vorsitzender) und Alexander Hirt. Es fehlt Dr. Jan Fallack.

 

Mehr über die Jury-Mitglieder erfahren Sie hier: 

Die Jury des Public Value Awards 2020

Über den „PVA“: Warum, Was und Wie

Prof. Dr. Timo Meynhardt, Foto: HHL

Warum
Gemeinwohl muss man wollen und können. Seit 2010 werden in Deutschland genau jene öffentlichen Bäder geehrt, die das in den Augen einer hochkarätigen Jury am besten können und einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl (Public Value) leisten.

Noch immer stellen sich viele Bäder „unter Wert“ dar – sie sind unterbewertet! Sieht die Politik oder auch die Wirtschaft vor Ort den Nutzen eines Bades jenseits der unmittelbaren wasser- und gesundheitsbezogenen Angebote? Für die Begegnung der Generationen und unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen? Für das soziale und kulturelle Leben, für die Identität einer Stadt, aber auch für den Erhalt einer Badekultur mit der dazugehörigen Architektur?

Der Award unterstützt die Bäder, ihre Bedeutung vor Ort besser, breiter und tiefgründiger darzustellen. Gemeinwohl gewinnt – Badegäste, Mitarbeiter und nicht zuletzt die gesellschaftliche Akzeptanz. Dazu Juryvorsitzender Prof. Dr. Timo Meynhardt (Leipzig und St.Gallen):

„An der Frage nach dem Gemeinwohlbeitrag kommt heute niemand mehr vorbei, der sich der Öffentlichkeit stellen muss. Die Sorge der Bevölkerung ums Gemeinwohl ist in Deutschland seit Jahren hoch. Der Award zeigt auf, dass und wie öffentliche Bäder einen Beitrag leisten können, diese Sorge abzubauen. Mehr noch: Sie wirken als Beispiele, was gutes Zusammenleben bedeuten kann.“

Was
Gemeinwohl bedeutet, Bedürfnisse nach einem guten Zusammenleben in der Gemeinschaft zu befriedigen oder präziser: jedem und allen in Eigenverantwortung dies zu ermöglichen, Zugang und Teilhabe zu fördern.

Gemeinwohl ist ein Klimafaktor des lebendigen Gemeinwesens. Im Bild: „Gute Luft“ braucht jeder zum Atmen, „schlechte Luft“ stört alle. Die Luftqualität betrifft jeden und alle tragen dazu bei. Gemeinwohl ist letztlich Ausdruck der Werte, die unser Zusammenleben prägen und damit den Menschen ermöglichen, sich zu entwickeln.

Die Diskussion um das Gemeinwohl ist in den letzten Jahren wieder verstärkt geführt worden. Unter Stichworten wie „Renaissance der Daseinsvorsorge“, „Grundversorgung“ oder „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ wird die Debatte in Deutschland auch im Bereich der öffentlichen Einrichtungen geführt. Die Grundfrage ist jeweils, wie die unterschiedlichen Gemeinwohlbelange unter einen Hut gebracht werden können. Nicht das Ob, sondern das Wie ist die Frage unserer Zeit. Der Verweis auf in Aussicht gestellte Wirtschaftlichkeit reicht nicht. Soziale und ökologische Aspekte drängen stärker in den Blickpunkt.

An dieser Stelle kommt die gesellschaftliche Debatte ins Spiel. Die Fakten allein reichen nicht aus. Auf die Wahrnehmung kommt es an. Nur wer sein „Publikum“ auch erreicht, kann Wertschätzung erhalten. Der Award ist Ausdruck dieser Wertschätzung für Gemeinwohl.

Wie

Ein Gemeinwohlbad muss in mehreren Dimensionen punkten. Die Jury orientiert sich in der Bewertung am Modell der Public Value Scorecard (Meynhardt, 2013), die für Gemeinbelange im Badbereich angepasst wurde. Insgesamt fünf Aspekte werden zu je gleicher Wichtigkeit einbezogen. Am Ende des Juryprozesses entsteht für jedes Bad ein Punktwert, über den sich die Platzierung bestimmt.

Die fünf Dimensionen des Gemeinwohlbeitrags

Die Theorie unterscheidet fünf Dimensionen, in denen eine Organisation einen Gemeinwohlbeitrag schaffen kann.

1.    Aufgabenerfüllung: Fördert es die Gesundheit?
Hier geht es um die Kernaufgabe Gesundheitserhalt und -förderung. Wie steht es um die Qualität, die Funktionalität und die Vielfalt der Angebote? Tragen die Kurse zur Gesundheit bei? Wie wird dem Badegast die gesundheitsfördernde Wirkung des Wassers zuteil?

2.    Lebensqualität: Fördert es Genuss und Wohlbefinden?
Hier geht es um angenehm-positive Erlebnisse und das Vermeiden von negativen Erfahrungen. Was trägt das Bad zum sinnlichen Erleben des Einzelnen bei? Wie ermöglicht es Wohlfühlen und Freude? Welche Rollen spielen Ästhetik und Schönheit (auch baulich) im Bad?

3.    Zusammenhalt: Dient es der Gemeinschaft?
Hier geht es um den Beitrag zum Zusammenleben in der Gesellschaft. Wie ist das Bad in das Stadtleben und die Region integriert? Auf welche Weise stärkt es das Zugehörigkeitsgefühl? Bietet es Kooperationen und Vernetzungen?

4.    Moral: Ist es umweltfreundlich ausgerichtet?

Hier geht es um den Umgang mit natürlichen Ressourcen als moralische Frage. Wie umweltschonend wird das Bad geführt? Wie innovativ wird das Bad „energetisch“ weiterentwickelt? Auf welche Weise wird dem Badegast Umweltbewusstsein nahegebracht?

5.    Wirtschaftlichkeit: Ist es wirtschaftlich sinnvoll?
Hier geht es um wirtschaftliche Aspekte. Stimmt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen? Unterstützt das Bad Gruppen aus dem kommunalen Umfeld? Hebt es den sozialen Lebensstandard?

Quelle:

Meynhardt, Timo (2013) Werkzeugkiste: 37. Public Value Scorecard (PVSC). OrganisationsEntwicklung. Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management, 4, 79-83. (https://www.alexandria.unisg.ch/226670/ )

Video „Wertschöpfung, Gemeinwohl und ich“


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