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EY-Kommunenstudie: Bäder ganz vorn auf der Streichliste

Das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) hat auch in diesem Jahr wieder die repräsentative Studie „Kommunen in der Finanzkrise“ herausgebracht, um einen Status quo abzubilden und Handlungsoptionen aufzuzeigen. 304 Stadtkämmerer bzw. leitende Mitarbeiter:innen der Finanzverwaltung von deutschen Kommunen mit mindestens 20 000 Einwohner:innen (ohne Stadtstaaten) haben sich daran beteiligt.

Die neue EY-Kommunenstudie zeigt, dass Kommunen sowohl für das laufende als auch für das kommende Jahr in erster Linie Leistungsreduzierungen im Bereich der Bäder planen. 16 % der Befragten gaben an, dass sie Schließungen oder Einschränkungen des Betriebs in Erwägung ziehen. Auch die Reduzierung der Straßenbeleuchtung (13 %), die Schließung von Bibliotheken und sonstigen kulturellen Einrichtungen sowie die Reduzierung oder Aufgabe von Angeboten in der Jugendbetreuung/Seniorenarbeit (jeweils 11 %) haben viele Kommunen ganz oben auf ihrer Streichliste (siehe Seite 18 im PDF, Download unten).

Ein bisschen Mut macht trotz der erwartbar schwierigen Corona-bedingten kommunalen Finanzlage, dass der Investitionswille für Sportstätten und Bäder nicht überall zum Erliegen kommt, wie die Auswertung auf Seite 10 der Studie zeigt. Immerhin in 17 % der Kommunen sind gesteigerte Ausgaben für die Sportinfrastruktur vorgesehen. Die meisten Gelder fließen jedoch ganz klar in die IT-Infrastruktur/Digitalisierung (58 %), in Schulen (57 %) und in die Straßeninfrastruktur (36 %).



Autor
Ann-Christin von Kieter
Datum
14.12.2021
Rubrik
News