Ihre Teilnahme am Award zum Public Value Ihres Bades

Architektin K. Ziemke-Jerrentrup, Projektleitung Public Value Award

Ende Mai ist Abgabe. Dann müssen uns Ihre Teilnahmeunterlagen vorliegen, wenn Sie sich um den "Public Value Award für das öffentliche Bad 2014" bewerben wollen. Inzwischen erreichen mich formale und inhaltliche Fragen zu den Bewerbungsmodalitäten: Bewirtschaftete Baggerseen entsprechen nicht unseren Auslobungskriterien, sorry! Architekten können auch dieses Mal nicht direkt mit dem Bad, das sie gebaut haben, teilnehmen, aber natürlich, ebenso wie die Fachingenieure diverser badrelevanter Disziplinen, den Badbetreiber - sozusagen in Wort, Bild und Plan - unterstützen. Das Bad muss von einer Kommune oder einem von der Kommune beauftragten Unternehmen betrieben werden. Hinter den inhaltlichen Fragen steht meist die Überlegung: Haben wir bei dem Wettbewerb überhaupt eine Chance zu gewinnen? Folgende Punkte werden angesprochen: Wir sind nur ein kleines Bad mit nur zwei Becken. - Unser Bad ist schon älter, aber wir erweitern, so gut es geht. - Unser Freibad bietet keine Kurse an; ist das ein K.o.-Kriterium? "Ja - super - nein" lautet die Quintessenz meiner Antworten.

 

Aber der Ansatz der Bewertung des Public Value ist auch grundsätzlich ein anderer, keine Checkliste mit Zielvorgaben. Vielmehr werden im Sommer nach bewährter Manier die Experten in der Jurysitzung anhand der fünfteiligen Bewertungs-"Spinne" (der Public Value Score Card, kurz PVSC) die unterschiedlichen Wertschöpfungsdimensionen und ihre Spannungsfelder zueinander ermitteln. "Zudem werden keine normativen Vorgaben über "richtige" oder "ungenügende" Public Values gemacht", so erläutert Prof. Dr. Timo Meynhardt, Mitbegründer des (in seiner Ursprungsversion noch weiterreichenden) Betrachtungsverfahrens anhand der PVSC und Juryvorsitzender unseres "Public Value Awards für das öffentliche Bad". "Die PVSC beschreibt, gibt aber keine Zielzustände vor. Damit einher geht ein ganzheitliches Menschenbild ..." (Quelle: Zeitschrift für OrganisationsEntwicklung (ZOE), Nr. 4/2013 S. 80). In diesem Sinne trägt der Public Value Award auch den Untertitel "Aktivsein für die ganze Gesellschaft". Vermutlich ohne diesen "akademischen Überbau", sondern weil sie einfach "gespürt" haben, dass sie ganzheitlich gut sind, hatte sich z. B. das Oskar Frech SeeBad in Schorndorf für den Award 2012 beworben - und in der Kategorie Hallen-, Kombi- und Freizeitbäder den ersten Preis erhalten. In welchem wissenschaftlichen Kontext sich die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V. bewegt, erwähnt Prof. Meynhardt in seinem Beitrag "Public Value", einem Nachdruck aus der ZOE, ab Seite 223. In der vom Handelsblatt-Verlag herausgegebenen Fachzeitschrift hatten Dr. Christian Ochsenbauer und ich, wie bekannt (siehe AB 11/13 S. 685), einen Artikel zum Thema mit dem Titel "Dem Wert einen Preis geben" veröffentlicht. Die Auslobungsunterlagen und eine Broschüre über die beiden bisherigen Wettbewerbe stehen Ihnen hier zur Verfügung oder können als Printversion in der Geschäftsstelle angefordert werden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme - gern auch auf Ihre Fragen im Vorfeld! 

Teamanalyse im Bäderbetrieb - Ein Instrument der Personalführung

In der April-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema Teamanalyse im Bäderbetrieb. Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Jörg Rainer Suchanka, Leiter der Zentralen Bäderberatungsstelle der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen GmbH, Essen.

Allgemein sind die Begriffe "Team", "teamfähig" oder "Teamarbeit" positiv belegt und finden immer wieder Anwendung, wenn es darum geht, die ideale Zusammenarbeit von Menschen in Gruppen zu beschreiben. Sehr oft, fast stereotyp, wird in Stellenausschreibungen z. B. für Rettungsschwimmer oder Fachangestellte für Bäderbetriebe von dem zukünftigen Stelleninhaber erwartet, dass er "teamfähig" ist. Anscheinend wird der Begriff "teamfähig" meist als Synonym für "kompromissbereit", "einsichtig", "hilfsbereit", "aufmerksam", zurückhaltend" oder auch unterschwellig für "unterordnend" verwendet. Man erwartet von Mitarbeitern, die meist ohne erweiterte Führungsfunktionen in Gruppen arbeiten, genau diese Eigenschaften, damit die Gruppe, das Team, reibungslos funktioniert, also die gemeinsam erbrachte Leistung des Teams von höherer Qualität als die Summe aller Einzelleistungen der Teammitglieder selbst ist.

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Schwerpunkthema Wasseraufbereitung in der März-Ausgabe von AB Archiv des Badewesens

In der März-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie gleich mehrere Artikel, die sich mit dem Thema Wasseraufbereitung befassen. Dipl.-Ing. Stefan Mersmann (Obmann des Arbeitskreises Wasseraufbereitung der Deutschen Gesellschaft für das  Badewesen e. V., Essen, und Geschäftsführer der btplan GmbH, Essen), führt mit seinem Editorial in die Thematik ein und verweist auf den Fachartikel EU-Biozid-Verordnung“ von Dr. Dirk P. Dygutsch (Geschäftsführer, Dr. Nüsken Chemie GmbH, Kamen), auf den Fachartikel „Ozon-Brom-Verfahren zur Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ von Dipl.-Ing. Manfred Brugger (Hydro-Elektrik GmbH, Ravensburg) und auf den Fachartikel Quo vadis „Glas”? – Die Wirksamkeit von Glaskugeln als Filtermaterial wurde bestätigt – die Zulassung in die DIN 19 643 ist beantragt“ von Dipl.-Geol. MBA Reinhard Klaus, Sigmund Lindner GmbH, Warmensteinach, Dipl.-Ing Gerhard Willert, Ingenieurbüro für Wassertechnik GmbH, Empelde, und Dipl.-Ing-Eberhard Wistuba, ETC engineering & technology consulting GmbH, Burgau.


Lesen Sie hier den Anlauftext des Fachartikels der Herren Klaus, Willert und Wistuba:

Nachdem spezielle Glaskugeln, in der Fachterminologie häufig auch als „Glasbeads“ bezeichnet, bereits seit mehr als sechs Jahren in der Trinkwassergewinnung (Brunnenbau) als Filterschüttung Stand der Technik sind, wurden diese Anfang 2010 erst im Labormaßstab auf weitere Anwendungsmöglichkeiten im Wassersektor untersucht. Bei diesen Tests stellte sich heraus, dass eine potenzielle Eignung für die Schwimmbadwasseraufbereitung besteht. Zum Jahreswechsel 2010/11 wurden daraufhin – laut Kenntnisstand der Autoren wohl erstmals in der Geschichte der Badewasseraufbereitung – Glasbeads im Hallenbad Michelbach bei Schwäbisch Hall eingesetzt, um in einem gemeinsamen Forschungsprojekt auf Herz und Nieren in der Praxis getestet zu werden. Die ersten positiven Ergebnisse gab es dann auch bereits Ende 2011, dokumentiert im Teil 2 der o. g. Fachberichte. Damit waren die Voraussetzungen für einen langjährigen Praxistest geschaffen, um letztendlich auch den Wirksamkeitsnachweis erbringen zu können, der für eine offizielle Zulassung dieses neuen, „künstlichen“ Filtermaterials aus Glas für den Einsatz in der Aufbereitung des Schwimm- und Badebeckenwassers zwingend erforderlich ist.

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

"Public Value Award für das öffentliche Bad 2014"

Badbetreiber aufgepasst! Ab sofort können Sie sich um den diesjährigen "Public Value Award für das öffentliche Bad" bewerben. Es gilt, den "gesellschaftlichen Mehrwert" Ihres Bades herauszustellen, seine ganzheitliche Ausrichtung, auch und gerade bei immer knapper werdenden finanziellen Mitteln. Die Fachjury des nunmehr zum dritten Mal ausgelobten Wettbewerbs bewertet in zwei unterschiedlichen Kategorien Hallen-, Kombi- und Freizeitbäder sowie Freibäder. Eine Auszeichnung wird dazu beitragen, "Ihr" Bad mit seinem Team lokalpolitisch den Rücken zu stärken.

Weiter zu näheren Informationen und den Auslobungsunterlagen...

Mediadaten 2014 von AB Archiv des Badewesens

Die neuen Mediadaten 2014 unserer Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens liegen nun vor; diesen können Sie alle wichtigen Daten (Anzeigengröße, -preis und -schluss sowie Themenplan) für Ihre Anzeigenschaltung/en entnehmen. Für Rückfragen steht Ihnen Herr Sebastian Friedrich zur Verfügung.

Kontakt:
Sebastian Friedrich
Telefon: 02 01 / 8 79 69-19
Telefax: 02 01 / 8 79 69-21
E-Mail: s.friedrich@baederportal.com

 

Print und Online: Stellenanzeigen-Kombipaket für nur 50 % Aufpreis

Sie suchen fachkundiges Personal für Ihren Bäderbetrieb? Dann nutzen Sie doch  einfach den umfangreichsten Stellenmarkt der Bäderbranche in AB Archiv des Badewesens! Oder buchen Sie gleich unser Kombipaket! Für nur 50% Aufpreis veröffentlichen wir Ihre Anzeige, zusätzlich zur Print-Ausgabe, auch im offenen Stellenteil unserer Internetseite  www.baederportal.com.

Mit jährlich über 8000 Besuchern ist der Stellenmarkt auf www.baederportal.com sehr hoch frequentiert und spricht genau Ihre Zielgruppe an. Nirgendwo dürfte die Wahrscheinlichkeit höher sein, fachkundiges Personal für Ihren Bäderbetrieb zu finden!

Kontakt:
Annegret Jähner
Telefon: 02 01 /8 79 69-18
E-Mail: a.jaehner@baederportal.com

Bitte beachten Sie, dass eine Übernahme der Stellenanzeigen im Stellenmarkt der Internetseite nur in Verbindung mit der identischen Stellenanzeige in der Print-Ausgabe möglich ist! Ihr Verlag von AB Archiv des Badewesens.

Artikel über öffentliche Bäder und den Public Value Award in ZOE

Die Zeitschrift Organisations Entwicklung, kurz ZOE, ist nach eigenen Angaben die einzige deutschsprachige Zeitschrift für Change-Management und Unternehmensentwicklung. „Wer Veränderungsprozesse gestaltet, braucht tragfähige Konzepte, kreative Ideen und wirksame Tools“; so versteht sich die Fachzeitschrift, und bietet dafür „fundierte Fallstudien, Erfahrungsberichte, Analysen, Interviews und Methoden-Checks aus vielen Anwendungsfeldern“. Die ZOE richtet sich an Unternehmens- und Personalberater, Coaches und Führungskräfte aus den Bereichen Unternehmensentwicklung, Personal, Weiterbildung und Organisation.

Die im Oktober erschienene Ausgabe der vierteljährlich aufgelegten Zeitschrift thematisiert das Konzept gesellschaftlicher Wertschöpfung. So trägt diese ZOE den Titel „Was wirklich zählt – Organisationen entdecken ihren Public Value“. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB), Essen, ist dabei mit einem Doppelbeitrag vertreten. Unter dem Titel „Dem Wert einen Preis geben“ erläutert DGfdB-Geschäftsführer Dr. Christian Ochsenbauer den „Beitrag öffentlicher Bäder zum Gemeinwohl“, und Dipl.-Ing. Architektin Konstanze Ziemke-Jerrentrup, Projektleiterin des Public Value Awards der DGfdB, berichtet über ihre Erfahrungen mit dem gleichnamigen Wettbewerb. Die Print-Ausgabe ist für 21,50 € in ausgewählten Buchhandlungen an Bahnhöfen und Flughäfen  erhältlich. Interessenten können sie entweder beim Fachverlag der Verlagsgruppe Handelsblatt, Düsseldorf, oder unter www.zoe.ch bestellen. Um den DGfdB-Beitrag einzusehen, klicken Sie bitte hier.

Minimierung von Chlorat im Schwimmbeckenwasser

In der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Minimierung von Chlorat im Schwimmbeckenwasser". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dipl.-Ing. Georg Csontos, Chemie und Verfahrenstechnik, Siemens Water Technologies GmbH, Günzburg.

Planer, Anlagenbauer, Gerätehersteller und Betreiber von Schwimmbädern  stehen mit der neuen DIN 19 643, die einen oberen Wert an Chlorat von 30 mg/l im Schwimmbeckenwasser vorgibt, vor der Herausforderung, die Desinfektion und die Gesundheit der Badegäste sicherzustellen und gleichzeitig die Ressourcen Energie und Wasser optimal einzusetzen. Dieser Bericht soll für Planer, Techniker, technische Verkäufer und Betreiber eine Hilfestellung zur Minimierung der Chloratbildung im gesamten Badbetrieb sein.


Verfügbare Produkte und Wirkstoffe zur Desinfektion von Schwimmbeckenwasser

Zur Aufbereitung von Schwimmbeckenwasser stehen verschiedene Produkte zur Desinfektion in unterschiedlichen Lieferformen mit wechselnden ph-Werten und Konzentrationen zur Verfügung. Die wirksame Komponente ist bei allen Produkten die hypochlorige Säure (HClO). Hypochlorige Säure ist hochwirksam gegen pathogene Mikroorganismen, hat eine hohe Redoxspannung und erlaubt eine hohe Keimtötungseffizienz. Um die hypochlorige Säure effektiv gegen Keime einzusetzen, ist der pH-Wert des Beckenwassers nach Möglichkeit im unteren Bereich des empfohlenen  pH-Spektrums nach DIN 19 643 von pH <= 7 einzustellen.

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

„Oskar der Schwimmbäder” stärkt Position der ausgezeichneten Bäder

In der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden  Sie einen Artikel zum Thema "„Oskar der Schwimmbäder” stärkt Position der
ausgezeichneten Bäder
". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dipl.-Ing. Architektin Konstanze Ziemke-Jerrentrup, Projektleiterin des Public Value Awards, Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V., Essen.

Vor genau einem Jahr, am 9. Oktober, fand im Rahmen der  Eröffnungsveranstaltung der interbad 2012 in Stuttgart die Verleihung des zweiten „Public Value Awards für das öffentliche Bad“ statt – Zeit, um auf die Reaktionen bei den insgesamt acht prämierten Bädern zurückzublicken. Was  haben die Preisträger in den beiden Kategorien Hallen-, Kombi- und Freizeitbad sowie Freibäder aus dem Public Value Award gemacht? Was hat ihnen die Auszeichnung gebracht? Die Lokalpresse in drei Städten mit ausgezeichneten Bädern nannte ihn unabhängig voneinander den „Oskar“ der Schwimmbäder – in Anlehnung an den weltweit bekannten amerikanischen Filmpreis – und adelte ihn damit ein Stück weit. Auch die Bezeichnung als „Bundesverdienstkreuz der Bäder“, wie der Juryvorsitzende den Award nannte, fand vielerorts Zustimmung.

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Demografischer Wandel in Deutschland – Ideen für öffentliche Bäder

In der September-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Demografischer Wandel in Deutschland – Ideen für öffentliche Bäder". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dipl.-Soz. Karin Hopert, Marketing, Bäderland Hamburg GmbH.

Welchen Einfluss wird der demografische Wandel in Deutschland auf den Betrieb und die Zukunft öffentlicher Bäder nehmen, und wie können sich öffentliche Badbetreiber und Bädergesellschaften darauf einstellen? Welche  Bevölkerungstrends sind relevant, und welche Herausforderungen sind damit für öffentliche Badbetreiber verbunden? Am Beispiel der Hamburger Bäder werden in dem nachfolgenden Artikel einige zentrale Schlüsselfragen aufgeworfen und beleuchtet. Zugleich werden Veränderungsprozesse und zukunftsweisende   strategische Handlungsfelder aufgezeigt und analysiert. Anhand von zwei Beispielen wird erläutert, wie solche Wandlungsprozesse prospektiv und  zielgerichtet für die Zukunftssicherung der öffentlichen Bäder gestaltet werden  können.

Um den Einfluss der Entwicklung der Bevölkerungsstruktur insgesamt zu ermessen, wird einleitend der demografische Wandel in Deutschland mit seinen möglichen und zu erwartenden Auswirkungen auf Kommunen, Gemeinden und   öffentliche Badbetreiber vorangestellt.

Die Zonierung im Schwimmbadbau gemäß Energieeinsparverordnung

In der September-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Die Zonierung im Schwimmbadbau gemäß Energieeinsparverordnung". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dr.-Ing. Architekt Thomas Duzia, Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich Bauingenieurwesen.

Da Hallenbäder in der begleitenden Norm zur Energieeinsparverordnung (EnEV) nicht erfasst sind, kann sich in der Praxis für den Planer eine Vielfalt an Interpretationsmöglichkeiten ergeben. Dieser Artikel beinhaltet die Reaktion und Interpretation auf eine Anfrage der Bergischen Universität Wuppertal an den Ausschuss zur Energieeinsparverordnung im Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), Berlin. Auslöser der Anfrage war die Unklarheit zur Auslegung und Positionierung der notwendigen Dämmebene zwischen einem konditionierten (konditioniert: geheizt oder gekühlt; Anmerkung der Redaktion) Innenbereich einer Schwimmhalle und dem nichtkonditionierten, jedoch auch warmen Technikbereich des Rohrgangs unterhalb des Beckenumgangs. Dieser Umstand kann in der Umsetzung zu Fehlinterpretationen und damit zu Fehlinvestitionen führen.

Hintergrund und Problemstellung
Mit der Einführung der EnEV 2002 wurde ein Bewertungsverfahren gültig, das sich auf Berechnungsansätze stützt, die dort in mehreren Teilen und in der umfangreichen DIN V 18 599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“ beschrieben werden. Da im Zuge der Planung von Neubauten oder Modernisierungen von Hallenbädern grundsätzlich ein Nachweis zur Einhaltung der Anforderungen der EnEV erstellt werden muss, ist es die Sache des  nachweisführenden Bauphysikers, Bauingenieurs oder Architekten, die  Vorgaben zur EnEV anzuwenden und z. T. auch zu interpretieren. Eine  Interpretation wird notwendig, da weder die EnEV noch die DIN V 18 599 den Sonderfall des Nichtwohngebäudes „Schwimmbad“ beschreibt.

 

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Aufsichtspflicht nach dem Vereinstraining

In der August-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Aufsichtspflicht nach dem Vereinstraining". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dr. Andreas Viertelhausen, Rechtsanwalt, Wetzlar.

Die nachfolgende Besprechung behandelt das Urteil des Amtsgerichts Viersen vom 27. März 2012, Aktenzeichen 32 C 194/10, das sich mit dem Umfang der Aufsichtspflicht eines Schwimmvereins für Teilnehmer nach dem Schwimmtraining befasst.


Sachverhalt

Die Klägerin begehrt von dem beklagten Schwimmverein Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen einer nach dem Schwimmtraining beim Umziehen erlittenen Verletzung. Die Klägerin ist Mitglied bei der Beklagten und besucht deren Schwimmtraining in einem kommunalen Hallenbad. Nach einem   Schwimmtraining warf ein anderes 12-jähriges Kind, das ebenfalls Mitglied der Beklagten ist, Kleiderbügel aus einer Sammelumkleide über die Kleiderschränke hinweg in eine andere Sammelumkleide hinein. Dort wurde die Klägerin ungünstig am Handgelenk getroffen. Eine Aufsicht der Beklagten gab es an diesem Tag im gesamten Bereich der Umkleiden nicht. Durch die Verletzung sind der Klägerin Heilbehandlungskosten entstanden. Außer dem konnte sie für einen gewissen Zeitraum nicht den privaten Musikunterricht besuchen, musste diesen aber dennoch weiter bezahlen.

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Schwerpunkthema Energieeffizienz in der Juli-Ausgabe von AB Archiv des Badewesens

In der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie gleich mehrere Artikel, die sich mit dem Thema Energieeffizienz befassen. Der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V., Essen, Dr. Christian Ochsenbauer, führt mit seinem Editorial in die Thematik ein und verweist auf die Fachartikel Heizenergie-Effizienz in Zusammenhang mit dem Gebäudeentwurf von Hallenbädern von Dipl.-Ing. Kurt Pelzer (Architekt und Stadtplaner, Mitglied des Vorstandes und Vorsitzender des Technischen Ausschusses der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V., Essen) und „Energetische Sanierung eines kleinen Hallenbadesvon Dr.-Ing. Ingo Rudolphi (Dr. Rudolphi Ingenieurgesellschaft für Energietechnik mbH, Much). Lesen Sie hier den Anlauftext des Fachartikels von Dipl.-Ing. Kurt Pelzer.


Bei sinnvoller Definition des Begriffes „Energieeffizienz“ zeigt sich, dass bei Hallenbädern durch bauliche Optimierungen realistisch durchschnittlich etwa 10 % Heizenergie-Einsparung erzielbar ist. Werden Abschreibungen und Zinsen der dazu nötigen Investitionen gegengerechnet, verbleibt nur eine überschaubare Wirtschaftlichkeit.

Zur Definition der „Energieeffizienz” für Hallenbäder

Mit Energie, mit Ressourcen im Allgemeinen und mit ihrem Einsatz bei der Gebäudeheizung und/oder -kühlung sparsam umzugehen, ist unbestritten ein Gebot der heutigen Zeit. Allein der Weg zum Ziel wird mühsam, wenn Vorgaben, woher auch immer diese kommen mögen, methodische Schieflagen verursachen. Einer der größten „Haken“ der Energiewende ist dabei, dass der politisch ausgerufene Weg, die Energiewende über den Primärenergiefaktor zu definieren, d. h. über die Erhöhung des

Anteils regenerativer Energie, bei der wirtschaftlichen Bewertung tendenziell in die Irre führt. Dies gilt insbesondere, wenn z. B. Fördermittelvergaben von bestimmten zu erreichenden Primärenergiebedarfswerten abhängig gemacht werden (siehe Abbildungen 1 und 2).

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Fünf neue Richtlinien von TA und ABB

Der Technische Ausschuss (TA) und der Ausschuss Bäderbetrieb (ABB) haben während ihrer Sitzung am 18. April in Hof fünf neue Richtlinien als Entwurfs-Fassungen, also als Blaudrucke, verabschiedet.

Bei den folgenden Blaudrucken handelt es sich um Entwurfs-Fassungen, die gemäß den Grundsätzen für das Regelwerk der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB), Essen, einer am 26. August 2013 ablaufenden Einspruchsfrist unterliegen. Bis zu diesem Zeitpunkt können Einsprüche oder Kommentare bei der DGfdB-Geschäftsstelle eingereicht werden, die dann in einem Einspruchsverfahren beraten werden.

Einsprüche und Kommentare können ausschließlich auf einem vorgegebenen Formblatt eingereicht werden, das als Word-Dokument auf www.baederportal.com unter dem Menüpunkt „Regelwerk“ zum Download zur Verfügung gestellt wird. Die Einsprüche sind per E-Mail oder Post (Posteingang) an die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. (Adresse: siehe unten), Andrea Brettschneider, a.brettschneider@baederportal.com, zu schicken.

Richtlinie DGfdB R 25.03 "Beckenabdeckung in Bädern"

Richtlinie DGfdB R 65.11 "Anforderungen an die Wasseraufbereitung von Floatinganlagen - Anforderungen an die Konstruktion"

Richtlinie DGfdB R 94.14 "Sicherheit bei der Organisation und Durchführung von Schwimm- und auf das Schwimmen vorbereitenden Kursen"

Richtlinie DGfdB R 94.04 "Reinigung und Desinfektion in Bädern"

Richtlinie DGfdB R 94.12 "Verkehrssicherungs- und Aufsichtspflicht in öffentlichen Naturbädern während des Badebetriebes"

Preise und Bestelladresse

Die Preise der Richtlinien im Einzelnen:

Richtlinie DGfdB R 25.03 "Beckenabdeckung in Bädern"; 12,00 €

Richtlinie DGfdB R 65.11 "Anforderungen an die Wasseraufbereitung von Floatinganlagen - Anforderungen an die Konstruktion"; 12,00 €

Richtlinie DGfdB R 94.14 "Sicherheit bei der Organisation und Durchführung von Schwimm- und auf das Schwimmen vorbereitenden Kursen"; 15,00 €

Richtlinie DGfdB R 94.04 "Reinigung und Desinfektion in Bädern"; 15,00 €

Richtlinie DGfdB R 94.12 "Verkehrssicherungs- und Aufsichtspflicht in öffentlichen Naturbädern während des Badebetriebes"; 12,00 €

Sämtliche Richtlinien können bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V., Postfach 34 02 01, 45074 Essen, Telefax: 02 01 / 8 79 69-20, E-Mail: u.rueger@baederportal.com, bestellt werden. DGfdB-Mitglieder erhalten einen Rabatt von 50 %.

 

KOK-Richtlinien für den Bäderbau sind eingetroffen

Die 5. Auflage der "KOK-Richtlinien für den Bäderbau" des Koordinierungskreises Bäder - in der Fachwelt allgemein als "KOK-Richtlinien" bekannt - hat 222 Seiten mit 43 Abbildungen und 52 Tabellen, ist in Leinen gebunden und zum Einzelpreis von 98,00 Euro zuzüglich Versandkosten und Mehrwertsteuer erhältlich. Diese Auflage der "KOK-Richtlinien für den Bäderbau" stellt die umfangreichste Überarbeitung in der über dreißigjährigen Geschichte dieses Fachbuches dar. Zunächst mussten natürlich alle in den gut zehn Jahren seit dem Erscheinen der 4. Auflage festgestellten Veränderungen in deutschen und internationalen Normen, in Richtlinien oder vergleichbaren technischen Regelwerken berücksichtigt werden. Darüber hinaus war es aber auch erforderlich, bestimmte Themenbereiche besonders herauszuarbeiten, um eine in die Zukunft gerichtete Planung von Bädern zu fördern.

Weitere Informationen ...

Die "KOK-Richtlinien für den Bäderbau“ erhalten Sie hier:

Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V.
Postfach 34 02 01
45074 Essen
Telefax: 02 01 / 8 79 69-20
E-Mail: u.rueger@baederportal.com

 

Machen Sie auf Ihre Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. aufmerksam!

Gern können Sie als Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. unsere Logos herunterladen, auf Ihrer Internetseite einbinden und auf www.baederportal.com verlinken. Die Logos liegen als jpg-Datei (mit weißem Hintergrund) und als png-Datei (mit transparentem Hintergund) vor.

Zukunftsperspektiven der öffentlichen Bäder in Deutschland - Teil 1: „Wertschöpfer” Öffentliches Bad in Zeiten knapper Finanzen der Kommunen

Wegen der großen Nachfrage stellen wir den Artikel zum Thema „Wertschöpfer” Öffentliches Bad in Zeiten knapper Finanzen der Kommunen aus der Artikelserie „Zukunftsperspektiven der öffentlichen Bäder in Deutschland“ auf Anfrage auch Nicht-Mitgliedern frei zur Verfügung. Senden Sie dazu bitte eine E-Mail an e.pape@baederportal.com.

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten wie immer online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Keramische Beckenauskleidungen - Ablösungen und ihre Ursachen

In der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Keramische Beckenauskleidungen - Ablösungen und ihre Ursachen". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dipl.-Ing. Hans Günter Marx, Sachverständiger für Schäden an Konstruktionen mit keramischen Belägen, Abdichtungen und Belägen im Schwimmbadbau sowie Industriebelägen, Perl.

Keramische Fliesen und Platten sind ein traditionelles und seit ca. 120 Jahren wegen ihrer physikalischen und chemischen Widerstandsfähigkeit bevor zugtes bzw. häufig verwendetes Material zur Auskleidung von Schwimmund Badebecken sowie zur Herstellung von Bodenbelägen und Wandbekleidungen in angrenzenden Funktionsbereichen. Hinzu kommt, dass sie heute eine Fülle gestalterischer Möglichkeiten bieten. Leider kommt es trotz im Allgemeinen  bewährter und in „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ geregelter Konstruktionen, (jedoch auch neuer) Materialien und Verlegeverfahren nach ihrer Fertigstellung oder im Laufe ihrer Nutzung zu Schäden, deren Ursachen sowohl in den Eigenschaften der verwendeten Stoffe als auch in Einflüssen der Ausführung (z. B. in sich ständig beschleunigendem Bauverlauf), der Konstruktion oder in der ggf. unsachgemäßen Nutzung (z. B. falsche Reinigung) liegen können.

In dieser ersten von vier geplanten Veröffentlichungen soll insbesondere auf – leider häufiger auftretende Ablösungen keramischer Fliesen oder Platten in Becken eingegangen werden. Diese treten bevorzugt an Beckenböden – und seltener an Wänden – auf und sind häufig mit mehr oder weniger deutlich ausgebildeten  Aufwölbungen verbunden.

Ausrichtung der Sprunganlage

In den vergangenen Tagen gab es Pressemeldungen, nach denen Sprunganlagen, die nicht genau nach Norden ausgerichtet sind, nach einer EU-Richtlinie nicht mehr erlaubt sein sollen. Diese Aussage trifft nicht zu. Es gibt keine Europäische Bestimmung oder Verordnung zu Sprunganlagen, sondern eine europäische Norm, die nach den Statuten des CEN in eine deutsche Norm überführt wurde, die DIN EN 13451, Teil 10 „Zusätzliche besondere sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren für Sprungplattformen, Sprungbretter und zugehörige Geräte“. Die ist auch nicht neu, sondern von 2004. Eine Norm ist eine anerkannte Regel der Technik, daher nicht zwingend verbindlich.

 

Sie wird bei Sicherheitsfragen aber in Streitfällen bei Gericht herangezogen. In Normen wird immer zwischen normativen Vorgaben („muss“) und Empfehlungen („sollte“, Anmerkung) unterschieden. In der DIN EN 13451-10 steht: „In Europa sollten Sprunganlagen im Freien nach Norden gerichtet sein.“ Das ist eine Empfehlung, eine Veränderung oder Sperrung von Sprunganlagen, die z. B. nach Osten ausgerichtet sind, ist also für den "normalen Badebetrieb" nicht erforderlich. Die Empfehlung ist mit großer Wahrscheinlichkeit aus Richtung des Schwimmsports in diese Norm gekommen, denn für Wettkämpfe ist die Blendungsfreiheit sicherlich wichtig.

Wasserhygiene versus Calcitsättigung

In der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Wasserhygiene versus Calcitsättigung - Einfluss von Schwimm - und Badebeckenwasser auf zementhaltige Werkstoffe". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dr. Dirk P. Dygutsch, Dr. Nüsken Chemie GmbH, Kamen, und Dipl.-Ing. Alexander Reuß, Ospa Apparatebau Pauser GmbH & Co. KG, Mutlangen.

Schwimm- und Badebeckenwasser muss gemäß den Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes (§ 37 Abs. 2 IfSG) so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit nicht zu   besorgen ist. Hierzu ist eine permanente Aufbereitung und Desinfektion des Beckenwassers nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unumgänglich. Dabei kommt es infolge der Nutzung und durch den Einsatz der  erforderlichen Chemikalien gegenüber dem als Füllwasser verwendeten Leitungswasser unweigerlich zu einer Veränderung der Eigenschaften und der Zusammensetzung des Beckenwassers. Im vorliegenden Artikel werden die entscheidenden Faktoren benannt und deren Auswirkungen auf Materialien und Baustoffe aufgezeigt. Dazu wird insbesondere der Einfluss der  Wasseraufbereitung auf die Säurekapazität und das damit verbundene Kalk-Kohlen Schwimm- und Badebeckenwasser muss gemäß den Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes (§ 37 Abs. 2 IfSG) so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit nicht zu besorgen ist. Hierzu ist eine permanente Aufbereitung und Desinfektion des Beckenwassers nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unumgänglich. Dabei kommt es infolge der Nutzung und durch den Einsatz der   erforderlichen Chemikalien gegenüber dem als Füllwasser verwendeten Leitungswasser unweigerlich zu einer Veränderung der Eigenschaften und der   Zusammensetzung des Beckenwassers. Im vorliegenden Artikel werden die entscheidenden Faktoren benannt und deren Auswirkungen auf Materialien und Baustoffe aufgezeigt. Dazu wird insbesondere der Einfluss der  Wasseraufbereitung auf die Säurekapazität und das damit verbundene  Kalk-Kohlen-säure-Gleichgewicht beleuchtet.

Den vollständigen Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Neufassung der Norm DIN 19 643 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser”

In der März-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Neufassung der Norm DIN 19 643 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser”". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dr. Ernst Stottmeister, Umweltbundesamt, Bad Elster, Obmann des DIN-Arbeitsausschusses „Schwimmbeckenwasser“.

Der DIN-Arbeitsausschuss „Schwimmbeckenwasser“ wurde im April 2005 neu gegründet. Das DIN Deutsche Institut für Normung e. V. berief 29 Mitglieder  und fünf ständige Gäste als Experten in den paritätisch zusammengesetzten Ausschuss und übertrug ihm die Aufgabe, die Norm DIN 19 643 „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ zu novellieren und an den aktuellen Kenntnis- und Entwicklungsstand anzupassen.

Die Norm besitzt einen besonderen  Stellenwert. Einerseits beschreibt sie die allgemein anerkannten Regeln der Technik der Beckenwasseraufbereitung als  Verfahrenskombinationen, die prak tisch ausreichend erprobt, wissenschaftlich gesichert und von der Mehrheit der Fachleute anerkannt sind. Andererseits besitzt die DIN 19 643 folgenden wichtigen gesundheitlichen Aspekt: Bei all den Bädern, die normgerecht gebaut und in denen die Wasseraufbereitung nach der Norm DIN 19 643 erfolgt, kann davon ausgegangen werden, dass eine hygienisch einwandfreie  Wasserbeschaffenheit im Sinne des Infektionsschutzgesetzes § 37 Abs. 2 erreicht werden kann. Hinzu kommt, dass einer Umfrage des  Umweltbundesamtes zufolge 98,7 % aller Gesundheitsämter in Deutschland bei der praktischen Umsetzung ihres gesetzlichen Überwachungsauftrages von öffentlichen und gewerblich genutzten
Bädern mit der Norm DIN 19 643 arbeiten. Von daher wird der Beachtung
dieser Norm beim Bau und Betrieb von Schwimm- und Badebeckenanlagen zusätzlicher Nachdruck verliehen.

Den vollständige Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Machbarkeitsstudie und Lebenszykluskostenrechnung

In der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Machbarkeitsstudie und Lebenszykluskostenrechnung - Analyse zum Hallenbad Dachau". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von M. Arch., Architekt und Projektsteuerer Christian Scharlau und M. A. (arch.) Anja Rosen, agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren.

Zur Entscheidungsfindung für den Umgang mit ihrem sanierungsbedürftigen Hallenbad hatten die Stadtwerke Dachau nicht nur eine Machbarkeitsstudie mit einem Kostenvergleich von Neubau und Sanierung in Auftrag gegeben, sondern auch eine Lebenszykluskostenanalyse über die bei beiden Varianten zu  erwartenden Folgekosten der nächsten 30 Jahre. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass bei einem hoch gradig sanierungsbedürftigen Hallenbad ein Neubau oft der bessere Weg ist.

Sanierung oder Neubau – Wie kann die Entscheidungsfindung aussehen?
M. Arch., Architekt und Projektsteuerer Christian Scharlau, agn Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren Das Hallenbad in Dachau ist ein typisches Bad der 1960er und 1970er Jahre, wie es tausendfach überall in Deutschland in dieser Zeit errichtet wurde. Heute, 30 bis 40 Jahre später, leiden die Stadtwerke Dachau, wie viele andere öf fentliche Badbetreiber auch, unter einem großen Sanierungsstau und den hohen Zuschusskosten für den Betrieb ihres alten Hallenbades. Aus diesem Grund müssen sich auch die Stadt Dachau und die  stadteigenen Stadtwerke als Betreiber des Bades mit dem Gedanken einer Grundinstandsetzung oder ei nes Neubaus auseinandersetzen.Dabei gilt es zuerst, die Antwort auf die Frage, welcher Weg der bessere ist, zu klären – Sanierung oder Neubau.

Um diese wichtige Frage zu beantworten, braucht man eine Entscheidungsgrundlage. Eine tragfähige Entscheidungsgrundlage bedeutet aber, mehr als nur die Kosten für eine Grundsanierung zu ermitteln und diesen die Kosten für einen Neubau gegenüberzustel len, um dann zu sehen, welche Variante die teurere ist. In die Entscheidungsfindung sollten auch die Betriebskosten einbezogen werden, da sie besonders im Bereich Bäderbau eineim mens wichtige Rolle spielen. Da ein Badbetreiber in der Regel nicht in der Lage ist, diese Grundlagen aus eigener Kraft zu erarbeiten, haben auch die Stadtwerke Dachau hierfür einen ex ternen Dienstleister gesucht und das Büro agn aus Ibbenbüren mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie und einer Lebenszykluskostenanalyse beauftragt. Die besondere Aufgabe für agn  bestand darin, neben der Sanierung des bestehenden Bades und einem   Planungskonzept mit Kostenschätzung für einen Hallenbadneubau auch die Lebenszykluskosten sowohl für die Sanierungs als auch für die Neubauvariante über einen Zeitraum von 30 Jahren zu ermitteln. Ziel der Machbarkeitsstudie und der Lebenszykluskostenanalyse war es, eine Entscheidungsgrundlage für die Ausrichtung des Badangebots der Stadt Dachau in den nächsten drei bis vier Jahrzehnten zu schaffen.

Den vollständige Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Anforderungen an den AOX bei der Indirekteinleitung von Filterspülabwasser aus Schwimmbädern

In der Januar -Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Anforderungen an den AOX bei der Indirekteinleitung von Filterspülabwasser aus Schwimmbädern". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dr. Meike Kramer, RheinEnergie AG, Köln, Dr. Eckhard Dammann, Hamburger Wasserwerke GmbH, Hamburg, Jörg Rosbach, BäderBetriebe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, Eberhard Wistuba, ETC GmbH, Burgau, Jürgen Elgg, Wassertechnik Wertheim GmbH & Co. KG, Wertheim, Stefan Mersmann, btplan GmbH, Essen, Dr. Siegfried Voran, Ingenieurbüro Gansloser GmbH, Hannover, Dr. Klaus Hagen, Veolia Water Solutions & Technologies VWS Deutschland GmbH, Bayreuth, und Dr. Nicole Riedle, Balneatechnik GmbH, Wiesbaden.

Der Anhang 31 der Abwasserverordnung (AbwV) fordert auch bei  Indirekteinleitung eine Maximalkonzentration von 0,2 mg/l AOX (adsorbierbare organisch gebundene Halogene) im Filterspülabwasser in einer zufällig während der Filterspülung entnommenen Stichprobe. Bei Überschreitung sind Badbetreiber vielerorts mit der unmittelbaren Forderung einer aufwändigen Nachaufbereitung konfrontiert. Das folgende Positionspapier soll Badbetreibern und Umweltbehörden zusätzliche Bewertungskriterien für eine realistischere Einstufung der resultierenden AOX-Belastung des eingeleiteten Abwassers, die letztlich gewässerrelevant werden könnte, an die Hand geben.

In diesem Zusammenhang wird die Entnahme einer modifizierten Mischprobe1) ebenso empfohlen wie die Berücksichtigung des feststoffgebundenen AOX-Anteils, der in der Kläranlage zurückgehalten werden kann. Anhang 31 der AbwV gilt u. a. für Abwasser, dessen Schadstofffracht aus Anlagen zur Aufbereitung von   Schwimm und Badebeckenwasser stammt und dessen Volumenstrom mehr als 10 m3/Woche beträgt. Hierbei wird für die Direkt und Indirekteinleitung eine Anforderung von 0,2 mg/l AOX in einer unfiltrierten Stichprobe gestellt. Diese Anforderung gilt für alle Anlagen, die nach dem 1.  August 2002 in Betrieb sind. Die Festlegung des AOX-Wertes orientiert sich allerdings nicht an der Qualität des Filterspülabwassers, sondern an der technischen Leistungsfähigkeit  zusätzlich zu installierender Abwasser-Reinigungsanlagen.

Den vollständige Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Entwicklungen im Vergaberecht

In der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Entwicklungen im Vergaberecht". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Rechtsanwalt Lars Robbe, Zirngibl Langwieser Rechtsanwälte Partnerschaft, Berlin.

Die vergaberechtliche Rechtsprechung ist stetig im Wandel. Auch für  kommunale Badbetreiber oder Badbetreiber, die mit Fördermitteln agieren, sind diese Entwicklungen von großer Bedeutung. An diesen Entwicklungen messen sich sowohl die tägliche Vergabepraxis als auch die  Rechtssicherheit von Vergabeverfahren und Auftragsvergaben. Neben der Gefahr zeitaufwändiger Nachprüfungsverfahren und unwirksam  geschlossenen Verträgen kann Badbetreibern mit geförderten Projekten bei Vergaberechtsverstößen die Rückzahlung der Fördermittel drohen.  Nachfolgend soll auf einige neuere Entscheidungen und Tendenzen  hingewiesen werden, deren Beachtung von einiger Bedeutung sein kann.

Strenge Anforderungen an Bietergemeinschaften In einer aktuellen Entscheidung hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf seine Rechtsprechung zur Zulässigkeit von Zusammenschlüssen von Unternehmen
aus derselben Branche zu Bietergemeinschaften bestätigt und konkretisiert (Beschluss vom 9. November 2011 – Vergabesenat des OLG Düsseldorf 35/11).

Den vollständige Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.

Bestand der Öffentlichen Bäder in Deutschland höher als bisher ermittelt

In der November-Ausgabe der Fachzeitschrift AB Archiv des Badewesens finden Sie einen Artikel zum Thema "Bestand der Öffentlichen Bäder in Deutschland höher als bisher ermittelt". Lesen Sie hier den Anlauftext dieses Artikels von Dr. Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V., Essen.

Am 10. Oktober wurden die Besucher der Fachtagung „Öffentliche Bäder“/  Themenkreis „Bäderbetrieb“ im Rahmen des Kongresses für das Badewesen zur interbad 2012 in Stuttgart Zeugen einer Präsentation, die in Fachkreisen noch für angeregte Diskussionen sorgen dürfte. In Stuttgart erfuhr das   Publikum nämlich exklusiv und vorab die Ergebnisse der Studie zum  „Wirtschaftsfaktor Sportstätte“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), und zwar zum Teilbereich „Bäder“, die am 8. November  offiziell in Berlin vorgestellt wird. Hochinteressante und durchaus auch brisante Kernbotschaft: Es gibt derzeit ca. 7000 (bzw. ca. 7500, wenn Hallenfreibäder wie bei der u. g. Sportstättenstatistik doppelt gezählt werden) öffentliche Hallen- und Freibäder in Deutschland, damit ca. 800 mehr als seinerzeit in der Sportstättenstatistik der Innenministerkonferenz für den Stichtag 30. Juni 2000  ausgewiesen worden waren.

Der ungekürzte Titel der Studie lautet: Die wirtschaftliche Bedeutung des Sportstättenbaus und ihr Anteil an einem zukünftigen Sportsatellitenkonto. Im Gegensatz zum Jahr 2000 hatte diesmal das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Studie beauftragt, weil man zu der Erkenntnis gelangt war, dass die Betrachtung der  wirtschaftspolitischen Bedeutung und der Auswirkungen des Sports (als Dienstleistung, Konsum, Werbefaktor, Arbeitgeber etc.) auch im zuständigen Ministerium er folgen muss. Die Ergebnisse dienen der Erstellung des deutschen Sportsatellitenkontos. Als Satellitenkonto bezeichnet man dabei   allgemein ein ökonomisches Messinstrument zur Ergänzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Ein Satellitenkonto misst die  ökonomischen Auswirkungen von Wirtschaftszweigen zu einem bestimmten  Themenbereich. In einem Satellitenkonto „Sport“ werden folglich der Anteil des Sports am Bruttoinlandsprodukt, die Anzahl der Beschäftigten, die  Staatsausgaben und die Ausgaben der privaten Haushalte so wie die    Investitionen dargestellt. Ziel ist die bessere Fundierung von sportpolitischen  Entscheidungen in Deutschland und wohl auch die Erstellung eines europaweiten Sportsatellitenkontos. Das Sportsatellitenkonto wurde in Form
von drei Teilprojekten erhoben: privater aktiver und passiver Sportkonsum; Werbung, Sponsoring und Medienrechte; Sport-Immobilien sowie  Sportstättenbau und -betrieb. Im Forschungsbeirat waren Vertreter des  Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, des Bundesministeriums für Finanzen, des Statistischen Bundesamtes, des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, des Bundesinstituts für Sportwissenschaften und des Deutschen Olympischen Sportbundes. Letztere beiden hatten auch den Kontakt zur  Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. hergestellt.

Die vollständige Artikel können unsere Mitglieder und Abonnenten online in unserer Artikeldatenbank einsehen und downloaden.